„Gaming in the Nordics“ startete in Kopenhagen mit Debatten über Regulierung, Compliance und Spielerschutz. Die nordischen Märkte sehen sich als Labor für Europas iGaming-Zukunft.
Die Auftaktveranstaltung von „Gaming in the Nordics“, die am 18. Juni in der Zentrale von Better Collective in Kopenhagen stattfand, unterstrich die führende Rolle der nordischen Märkte im europäischen iGaming-Ökosystem.
Während der Veranstaltung merkte Morten Ronde, CEO der Danish Online Gambling Association und Partner bei Nordic Legal, an, dass die nordischen Märkte – dank der Kombination aus skandinavischem Pragmatismus und der Bereitschaft, als Vorreiter neue Wege zu beschreiten – der Ort sein werden, an dem die nächste Generation innovativer iGaming-Regulierungen erstmals eingeführt wird.
Morten Ronde (CEO der Danish Online Gambling Association, l.), Daniel Valiollahi (kommissarischer Generalsekretär von BOS, Mitte) und Moderator Peter-Paul de Goeij (Managing Consultant bei QuodBonum.se, r.)
Anders Dorph, Direktor der dänischen Regulierungsbehörde Spillemyndigheden, äußerte sich zu Themen wie der Compliance der Anbieter, der Rolle von Big-Tech-Unternehmen und der Überwachung des Spielerverhaltens. Im Hinblick auf die Vorteile eines gut regulierten Marktes betonte Dorph, dass Anbieter mit dänischer Lizenz sehr bestrebt seien, die regulatorischen Vorgaben einzuhalten. „Die Branche in Dänemark will regelkonform agieren. Und das ist eine Tatsache“, sagte Dorph.
Willem van Oort (Gründer von „Gaming in the Nordics, l.) und Anders Dorph (Direktor der dänischen Regulierungsbehörde Spillemyndigheden, r.)
Pontus Lindwall, CEO von Betsson, und Jesper Kärrbrink, CEO der Immense Group, erörterten die Herausforderungen und Chancen der nordischen Märkte und beleuchteten aus der Sicht eines Betreibers die „Dos and Don’ts“ der iGaming-Regulierung.
Lindwall nannte konkret drei Voraussetzungen für einen gesunden Markt mit einer hohen Lenkungsquote (Channeling-Rate) bei den Spielern:
ein wettbewerbsfähiges Produkt,
wirksame Spielerschutzmaßnahmen und
eine konsequente Durchsetzung der Vorschriften.
Zudem wies Lindwall darauf hin, dass Glücksspiel für manche Menschen von Natur aus mit Risiken verbunden ist und hohe Lenkungsquoten daher von entscheidender Bedeutung sind, wenn der Schutz der Spieler das Ziel ist.
„Wir sind in einer Branche tätig, in der Schäden entstehen können“, sagte Lindwall. Er betont: „Das müssen wir uns eingestehen und darüber nachdenken. Zudem müssen wir in der Lage sein, diese Spieler zu erreichen – was uns nur gelingt, wenn sie sich innerhalb des regulierten Systems bewegen.“
Auch weitere Referenten leisteten wichtige Beiträge, darunter Jesper Søgaard (Mitgründer und Co-CEO von Better Collective), Birgitte Sand (CEO von Birgitte Sand & Associates), Pekka Ilmivalta (Büroleiter bei Nordic Legal – Finnland), Josh Hodgson (COO von H2 Gambling Capital), Daniel Valiollahi (kommissarischer Generalsekretär von BOS), Rasmus Kjaergaard (CEO von Mindway AI), Jeffrey Haas (Vorsitzender von Blask) sowie Moderator Peter-Paul de Goeij (Managing Consultant bei QuodBonum.se).
Willem van Oort, Gründer von „Gaming in the Nordics“, kommentierte: „Ich halte die Auftaktveranstaltung von ‚Gaming in the Nordics‘ für einen fantastischen Erfolg. Die Veranstaltung brachte wichtige Entscheidungsträger und Vordenker aus der nordischen Region zusammen. Besonders gefreut hat mich, dass es zwischen den Referenten und den übrigen Teilnehmern mehrfach zu einem echten Gedankenaustausch kam. Ich freue mich sehr darauf, dieses Erlebnis im nächsten Jahr in größerem Rahmen zu wiederholen.“
Während die Auftaktveranstaltung nur auf Einladung zugänglich war, soll ab 2027 jährlich im Juni eine umfassende „Gaming in the Nordics“-Konferenz in Kopenhagen stattfinden.
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