11. August 2026
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GGL warnt mit europäischen Aufsehern vor Risiken durch Prediction Markets

Die GGL unterstützt ein gemeinsames Statement europäischer Glücksspielaufsichten. Während der Fußball-WM 2026 rücken Prognosemärkte und ihre Risiken stärker in den Blick.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) schließt sich einem gemeinsamen Statement europäischer Glücksspielaufsichtsbehörden zu Prognosemärkten, sogenannten Prediction Markets, an. Beteiligt sind Aufsichten aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien und der Schweiz. Anlass ist die wachsende Bedeutung solcher Angebote, insbesondere vor dem Hintergrund der Fußball-WM 2026.

Laut GGL ermöglichen Prognosemärkte es Nutzerinnen und Nutzern, auf den Ausgang künftiger Ereignisse zu spekulieren. Dabei kann es um politische, sportliche oder geopolitische Ereignisse gehen. Die europäischen Aufsichtsbehörden sehen darin eine zunehmende regulatorische Herausforderung, weil solche Angebote in vielen Ländern keiner oder nur einer unklaren glücksspielrechtlichen Regulierung unterliegen.

Prognosemärkte als neue Herausforderung

Prediction Markets haben in den vergangenen Jahren deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. Nach Einschätzung der beteiligten Aufsichtsbehörden sind sie besonders bei jungen Erwachsenen populärer geworden. Gerade während großer Sportereignisse wie der Fußball-WM sei mit einer erhöhten Wettaktivität zu rechnen.

Die Behörden verweisen darauf, dass Prognosemärkte mehrere suchtfördernde Eigenschaften aufweisen können. Problematisch werde es insbesondere dort, wo Plattformen nicht lizenziert seien und deshalb keine ausreichenden Schutzmechanismen böten. Genannt werden unter anderem eine ständige Verfügbarkeit rund um die Uhr, fehlende eingebaute Einsatz- oder Zeitlimits sowie nur schwache Identitäts- und Alterskontrollen.

Risiken für Spielende und Sportintegrität

Die Aufsichtsbehörden warnen vor erheblichen Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher. Dazu zählen unzureichender Spielerschutz, ein erhöhtes Suchtpotenzial, mögliche Marktmanipulationen, Betrug, fehlende Transparenz bei Einsätzen und Auszahlungen sowie finanzielle Volatilität.

Auch für den Sport selbst kann die Entwicklung relevant werden. Das gemeinsame Statement erinnert Sportverbände, Ligen und Teams daran, vor größeren Partnerschaften mit solchen Plattformen zu prüfen, ob diese im jeweiligen Markt rechtmäßig tätig sind. Damit rückt neben dem Spielerschutz auch die Integrität des Sports in den Blick.

GGL setzt auf internationale Zusammenarbeit

Die GGL begrüßt die gemeinsame Initiative der europäischen Aufsichtsbehörden. Der grenzüberschreitende Austausch von Informationen, Erfahrungen und Vorgehensweisen sei eine wichtige Voraussetzung, um wirksam gegen illegale Angebote vorzugehen, die Integrität des Sports zu schützen und ein hohes Schutzniveau für Spielende sicherzustellen.

Während der Fußball-WM und darüber hinaus wollen die beteiligten Behörden enger zusammenarbeiten. Neben der Kontrolle von Werbung, Wettintegrität und Spielerschutz kündigen sie an, bei Verstößen gegen nationale Vorgaben auch gegen Prediction-Market-Plattformen vorzugehen.

Für den regulierten Glücksspielmarkt ist die Debatte bedeutsam, weil Prediction Markets die Grenze zwischen digitalem Spekulationsangebot, Sportwette und Glücksspielaufsicht berühren. Entscheidend bleibt aus Sicht der Behörden, dass Anbieter die jeweiligen Lizenz- und Regulierungsvorgaben der einzelnen Länder einhalten. Wo diese Vorgaben umgangen werden, drohen genau jene Risiken, die regulierte Märkte durch Zulassung, Aufsicht und Spielerschutz begrenzen sollen.

Hier geht es zur GGL-Mitteilung vom 19. Juni 2026 und gemeinsames Statement europäischer Glücksspielaufsichtsbehörden.

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