19. Juli 2026
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Illegale Mitbewerber setzen Glücksspielbranche unter Druck

Dr. Daniel Henzgen im Gespräch mit der Rhein-Zeitung: Über 50.000 illegale Angebote setzen die Glücksspielbranche unter Druck. Der Schwarzmarkt wächst, legale Anbieter verlieren Marktanteile.

Illegale Mitbewerber setzen Glücksspielbranche unter Druck

In der Glücksspielbranche wächst der Druck durch illegale Mitbewerber. Darauf weist Geschäftsführer der Löwen Entertainment Dr. Daniel Henzgen hin. Er betonte im gestern erschienen Artikel mit der Rhein-Zeitung, dass unlizenzierte Angebote den legalen Markt zunehmend schwächen und zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen führen.

Die menschliche Leidenschaft für das Spiel mit dem Zufall ist universeller und essenzieller Bestandteil unserer Existenz.

Forderung nach stärkerer Regulierung

Nach Angaben von Henzgen sind in Deutschland inzwischen mehr als 50.000 illegale Angebote abrufbar, die in keiner Weise den gesetzlichen Spielerschutzmaßnahmen unterliegen. Die Umsätze dieser Anbieter liegen Schätzungen zufolge weit über dem Volumen vieler legaler Betriebe. Henzgen fordert deshalb eine konsequentere Regulierung und Durchsetzung der bestehenden Gesetze.

Die Kontrollbehörden wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll seien zwar aktiv, doch die Schlagkraft gegen internationale Online-Anbieter sei bislang begrenzt. Löwen Entertainment spricht sich daher für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Aufsichtsbehörden aus.

Das schärfste Schwert im Kampf gegen die Illegalen ist ein attraktives legales Spiel.

Auswirkungen auf den Markt

Während die Zahl der Spielhallen in Deutschland rückläufig ist – aktuell sind es rund 7.200 Standorte und deutlich weniger als noch vor zehn Jahren – wächst der Druck durch den Online-Schwarzmarkt weiter. Nach Einschätzung von Branchenvertretern sind für jeden Euro Umsatz im regulierten Markt inzwischen mehr als zwei Euro im illegalen Bereich zu verzeichnen.

Löwen Entertainment als Traditionsunternehmen

Löwen Entertainment, ein traditionsreicher Hersteller von Geldspielgeräten mit Sitz in Bingen, seit 2003 Teil der österreichischen Novomatic-Gruppe, beschäftigt in Bingen rund 500 Mitarbeitende und gilt als einer der großen Arbeitgeber in der Region. Das Unternehmen sieht die Politik gefordert, für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen und legale Anbieter im Kampf gegen illegale Plattformen zu unterstützen.

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