21. Mai 2026
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Parlamentarischer Abend der Deutschen Automatenwirtschaft 2026 in Brandenburg

Beim Parlamentarischen Abend in Potsdam warb die Automatenwirtschaft für eine Regulierung mit Augenmaß. Im Fokus standen die Spielverordnung, legale Angebotsstrukturen und der Kampf gegen illegales Glücksspiel.

Parlamentarischer Abend der Deutschen Automatenwirtschaft 2026 in Brandenburg

Parlamentarischer Abend in Potsdam (v. l.): Dr. Johannes Weise (DAW), Rainer Genilke, Dr. Jan Redmann (Minister des Innern und für Kommunales), Thomas Breitkopf, Georg Stecker, Gordon Hoffmann (Minister für Bildung, Jugend und Sport).

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland (AV) hatten am 23. April zum Parlamentarischen Abend in Potsdam eingeladen. Zahlreiche Abgeordnete des Landtages Brandenburg, Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung sowie der Wirtschaft folgten der Einladung zum politischen Austausch.

Im Mittelpunkt des Abends stand die aktuelle Lage des gewerblichen Automatenspiels sowie die Herausforderungen durch das zunehmende illegale Glücksspiel.

„Ohne unsere Unternehmen gibt es keinen Spieler- und Jugendschutz“

Georg Stecker, Sprecher des DAW-Vorstandes, betonte die Rolle der Branche als verlässlicher Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft: „Das gewerbliche Automatenspiel steht für ein legales, streng kontrolliertes und deshalb sicheres Freizeitangebot. Unser Ziel ist es, Verbraucherschutz auf höchstem Niveau zu bieten und die wirtschaftliche Tragfähigkeit unserer Unternehmen zu sichern. Ohne unsere Unternehmen gibt es keinen Spieler- und Jugendschutz.“

„Kluge Weiterentwicklung der Spielverordnung“

Mit Blick auf die anstehende Novellierung der Spielverordnung unterstrich Stecker die Notwendigkeit einer ausgewogenen Regulierung: „Die Zukunft des gewerblichen Automatenspiels hängt maßgeblich von einer klugen Weiterentwicklung der Spielverordnung ab. Sie muss den Kanalisierungsauftrag erfüllen und zugleich ein den Bedürfnissen der Menschen entsprechendes, legales Angebot ermöglichen, um ein Abwandern in den ungeschützten und unregulierten illegalen Markt zu verhindern.“

Rainer Genilke, Vizepräsident des Landtages Brandenburg ging in seiner Rede ebenfalls auf die Bedeutung des legalen Marktes ein: „Denn wo illegale Strukturen wachsen, geraten nicht nur faire Wettbewerbsbedingungen unter Druck. Dort geraten vor allem auch Schutzstandards unter Druck, die wir als demokratischer Rechtsstaat aus guten Gründen geschaffen haben.“

Politische Entscheidungen, die Realität und Nachfrage berücksichtigen

In seinem Grußwort ging Thomas Breitkopf, 1. Vorsitzender des AV, auf die vom Brandenburger Landtag beschlossene Verlängerung der Übergangsregelung für Mehrfachkonzessionen um weitere fünf Jahre ein: „Diese Entscheidung schafft dringend benötigte Planungssicherheit für unsere mittelständischen Unternehmen und ihre Beschäftigten. Sie ist ein wichtiges Signal für den Erhalt legaler Strukturen und gegen die weitere Verdrängung in die Illegalität.“

Zugleich betonte er, dass die Automatenwirtschaft in Brandenburg für ein legales, sicheres und kontrolliertes Spielangebot steht. Damit dieses auch künftig bestehen kann, braucht es politische Entscheidungen, die Realität und Nachfrage berücksichtigen.

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