Der VfB Stuttgart hat Klage gegen seinen bisherigen Hauptsponsor Winamax eingereicht. Hintergrund ist die angeblich verweigerte Zahlung aus dem bis Ende Juni 2025 laufenden Sponsoringvertrag. Wie der Verein mitteilt, sei der französische Wettanbieter im Frühjahr seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen – trotz wiederholter Mahnungen. Die Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart befasst sich nun mit dem Fall.
Brisant: Bereits zum DFB-Pokalfinale am 24. Mai trat der Bundesligist nicht mehr mit dem Logo von Winamax, sondern mit dem der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf. Die LBBW war kurzfristig eingesprungen und wird ab der kommenden Saison offizieller Haupt- und Trikotsponsor.
Die Beziehung zwischen Club und Wettanbieter war von Beginn an umstritten. Seit dem Einstieg von Winamax zur Saison 2023/24 gab es Kritik von Fans und Miteigentümern wie Porsche. Im Sommer 2024 kündigte der VfB die Partnerschaft vorzeitig zum Vertragsende 2025 – noch bevor es zur Eskalation kam.
Winamax reagierte scharf auf das Vorgehen des Vereins und warf dem VfB öffentlich intransparentes und geschäftsschädigendes Verhalten vor. Laut Medienberichten geht es um Forderungen in Millionenhöhe.
Der Streit könnte über den Einzelfall hinaus Signalwirkung entfalten – sowohl für künftige Sponsoringverträge im Profisport als auch für die Außenwahrnehmung von Glücksspielanbietern im Spitzensport. Der VfB Stuttgart setzt mit dem neuen Partner LBBW nun offenbar auf regionale Verankerung und Imagepflege statt auf internationale Wettanbieter.
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