Die globale Glücksspielbranche zeigt sich im Jahr 2025 gespalten: Während Länder wie Südafrika neue Rekordwerte vermelden und Monaco auf ein starkes Geschäftsjahr zurückblickt, verzeichnet Las Vegas erstmals seit Jahren sinkende Umsätze. Drei Regionen, drei Trends – und ein Spiegel globaler Verschiebungen in der Welt des Glücksspiels.
Die einst unangefochtene Glücksspielmetropole Las Vegas gerät ins Stocken. Für April 2025 meldeten die Casinos am Strip einen Umsatzrückgang von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die laut einem Bericht von PokerFirma zunehmend auf eine Sättigung des Markts hinweist.
Während der US-Glücksspielmarkt im ersten Quartal 2025 insgesamt noch ein Wachstum von 5,7 % verzeichnen konnte, kam Nevada lediglich auf ein Plus von 0,5 %. Parallel dazu verlor auch Atlantic City weiter an Boden – dort gingen die Umsätze sogar um 5,1 % zurück.
Als Gründe werden unter anderem die zunehmende Verlagerung hin zu legalen Online-Casinos, hohe Reisekosten und wirtschaftliche Unsicherheiten genannt. Zwar zieht Las Vegas weiterhin mit Entertainment-Formaten wie der Sphere oder spektakulären Shows, doch der Boom scheint seinen Zenit überschritten zu haben.
Ganz anders die Lage im Fürstentum Monaco. Die Société des Bains de Mer (SBM), Betreiberin des legendären Casino de Monte-Carlo, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023/24 zurück. Wie CasinoBeats berichtet, stieg der Umsatz um 6 % auf 704 Millionen Euro, der Nettogewinn lag bei knapp 104 Millionen Euro.
Zwar blieb der Glücksspielbereich hinter den Erwartungen zurück, dafür legten Hotellerie und Gastronomie deutlich zu. Die Wiedereröffnung des Café de Paris und die Eröffnung des Restaurants Amazónico im Frühjahr 2024 befeuerten das Wachstum zusätzlich. Über 50 % des Gesamtumsatzes entfielen auf den Hotel- und Gastronomiebereich.
SBM kündigte darüber hinaus weitere Expansionsschritte an, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen auf steigende Betriebskosten und neue Anforderungen des Luxusreisemarkts ein.
Den stärksten Aufwärtstrend zeigt aktuell Südafrika. Laut dem National Gambling Board erzielte der dortige Glücksspielmarkt im Geschäftsjahr 2023/24 einen Bruttospielertrag von 59,3 Milliarden Rand – ein Zuwachs von über 25 % gegenüber dem Vorjahr. Mehr als 29.000 Menschen arbeiten inzwischen direkt in der Branche, wie CasinoBeats berichtet.
Besonders bemerkenswert: Nahezu die Hälfte des Umsatzes (49 %) stammt aus dem Online-Sektor, vor allem durch digitale Sportwetten. Damit trägt die Digitalisierung maßgeblich zum Wachstum bei. Gleichzeitig flossen allein im ersten Halbjahr 2,3 Milliarden Rand an Steuereinnahmen in die Staatskasse – Gelder, die unter anderem für Bildung, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung verwendet werden.
Trotz der positiven Zahlen warnt das NGB vor sozialen Risiken durch problematisches Spielverhalten sowie vor den Gefahren des unregulierten Online-Markts. Die Regierung plant daher verschärfte Maßnahmen gegen illegale Anbieter und prüft umfassende gesetzliche Reformen.
Der Vergleich zeigt: Der Erfolg von Glücksspielregionen hängt zunehmend von regionalen Rahmenbedingungen, technologischem Wandel und strategischer Ausrichtung ab. Während Las Vegas mit Strukturproblemen ringt, profitiert Monaco vom Luxussegment und Südafrika von der digitalen Durchdringung und wirtschaftlicher Dynamik. Die Branche bleibt global in Bewegung – und verlangt nach lokaler Anpassungsfähigkeit.
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