Zeal Network erweitert das Geschäft von Lotto24 um Haus- und Autoverlosungen und expandiert nach Großbritannien. Damit soll das Geschäft weniger stark von hohen Lotto-Jackpots abhängen.
Ein Traumhaus am Chiemsee.
Zeal Network will sein Geschäft breiter aufstellen und die Abhängigkeit von hohen Lotto-Jackpots reduzieren. Neben klassischen Lotterieangeboten setzt das Unternehmen hinter Lotto24 und Tipp24 deshalb zunehmend auf Verlosungen von Häusern und Autos. Gleichzeitig richtet Zeal den Blick stärker auf weitere europäische Märkte.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, verfolgt Vorstandsvorsitzender Stefan Tweraser damit eine Strategie, die das Geschäft weniger abhängig von der jeweiligen Höhe der großen Lotto-Jackpots machen soll. Tweraser führt Zeal seit rund einem Jahr.
Hausverlosungen gehören bereits seit der Amtszeit von Twerasers Vorgänger Helmut Becker zum Portfolio. Nach Angaben der FAZ verlost Zeal etwa alle zwei Monate Immobilien mit einem Wert von jeweils mehr als zwei Millionen Euro.
Damit richtet sich das Unternehmen unter anderem an jüngere Zielgruppen. Laut FAZ spielen weniger als 20 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Lotto. Unter allen Erwachsenen in Deutschland liegt der Anteil der Menschen, die regelmäßig oder gelegentlich Lotto spielen, demnach bei rund 40 Prozent.
Ergänzend hat Zeal inzwischen Autoverlosungen in sein Angebot aufgenommen. Verlost werden sowohl Sportwagen als auch Modelle von Marken wie BMW, Mini oder Mercedes. Anfang Juli wurde laut FAZ unter anderem ein Porsche GT3 RS an einen Gewinner übergeben.
Parallel wächst das bestehende Online-Lotteriegeschäft. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte Zeal nach Angaben des Unternehmens einen Umsatz von 122 Millionen Euro. Gegenüber den 100 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums entsprach dies einem Plus von 20 Prozent.
Seit Jahresbeginn seien zudem 650.000 Kunden neu hinzugekommen. Tweraser erklärte anlässlich der Halbjahreszahlen: „Wir wachsen in unserem deutschen Kerngeschäft.“
Zeal wurde 1999 als Tipp24 gegründet und firmiert seit 2014 als Zeal Network SE. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen im deutschen Online-Lotteriemarkt über einen Marktanteil von rund 40 Prozent und zählt etwa 1,5 Millionen regelmäßige Kunden.
Über die Plattformen des Unternehmens können Nutzer unter anderem an staatlichen Lotterien teilnehmen. Die entsprechenden Spielaufträge werden an die zuständigen Landeslotteriegesellschaften weitergeleitet.
Neben der Erweiterung des Angebots in Deutschland treibt Zeal die internationale Expansion voran. Rund einen Monat vor dem FAZ-Bericht übernahm das Unternehmen den britischen Anbieter Seven Canyon.
Seven Canyon betreibt in Großbritannien mehrere Gewinnspiel-Plattformen und bietet ebenfalls Verlosungen von Häusern und Autos an. Die Übernahme ergänzt damit die Strategie, neben dem klassischen Jackpotgeschäft weitere Angebote aufzubauen.
Großbritannien soll dabei nicht der einzige neue Markt bleiben. Nach Angaben der FAZ prüft Zeal bereits weitere Expansionsmöglichkeiten in Europa.
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