19. Juli 2026
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Fußball-WM: GGL warnt vor illegalen Sportwetten

Zur Fußball-WM 2026 rechnet die GGL mit mehr Nachfrage nach Sportwetten. Die Behörde warnt besonders vor illegalen Online-Angeboten ohne wirksamen Schutz und rät zur Prüfung der Whitelist.

Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 warnt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vor der Teilnahme an illegalen Sportwetten im Internet. Nach Einschätzung der Behörde dürfte das Turnier, das am 11. Juni 2026 in den USA, Mexiko und Kanada beginnt, zu einer steigenden Nachfrage nach Sportwetten führen. Gleichzeitig intensiviert die GGL ihre Aufsichts- und Kontrollmaßnahmen rund um das Großereignis.

Die GGL weist darauf hin, dass bei illegalen Wettangeboten gesetzlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen zum Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz regelmäßig umgangen werden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher steige dadurch auch das Risiko, Opfer von Betrug oder unfairen Geschäftspraktiken zu werden.

Illegale Anbieter umgehen Schutzvorgaben

Die Behörde knüpft mit ihrer Warnung auch an die jüngsten Aussagen des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, an. Dieser hatte illegales Glücksspiel als zentrales Problem der Suchtbekämpfung bezeichnet. Die GGL macht damit deutlich, dass die eigentliche Gefahr nicht von regulierten Angeboten ausgeht, sondern von Anbietern, die sich der deutschen Glücksspielaufsicht entziehen.

GGL-Vorstand Ronald Benter rät Verbraucherinnen und Verbrauchern deshalb, sich vor einer Registrierung oder Wettabgabe auf der amtlichen Whitelist zu informieren. Dort sind die in Deutschland erlaubten Glücksspielanbieter aufgeführt. Für den Bereich Sportwetten können Nutzerinnen und Nutzer gezielt nach Anbietern mit entsprechender Erlaubnis suchen.

DSWV erwartet hohes Wettinteresse zur WM

Dass die Fußball-WM 2026 ein besonders großes Sportwetten-Ereignis wird, zeigt auch eine aktuelle Prognose des Deutschen Sportwettenverbandes. Der DSWV erwartet zur Weltmeisterschaft knapp eine Milliarde Euro an Wetteinsätzen.

Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt die Warnung der GGL zusätzlich an Bedeutung. Je größer das Interesse an Sportwetten rund um die WM ist, desto wichtiger wird aus Sicht der Aufsicht die klare Unterscheidung zwischen erlaubten Angeboten und illegalen Plattformen, die sich der Regulierung entziehen.

Mehr Kontrollen während der Weltmeisterschaft

Während der Fußball-WM will die GGL ihre Aufsichtstätigkeit verstärken. Dazu gehören nach Angaben der Behörde die Prüfung von Werbeaktivitäten für Sportwetten, die Überwachung des Online-Sportwettenangebots, die Beobachtung von Spielübertragungen im Rundfunk und auf Streaming-Plattformen sowie die Analyse neuer Wettangebote und Wettmärkte.

Darüber hinaus arbeitet die Behörde mit nationalen und internationalen Partnern zusammen. Genannt werden unter anderem der Austausch mit Organisationen wie dem Internationalen Olympischen Komitee, der FIFA und der UEFA. Ziel ist es, mögliche Manipulationsrisiken frühzeitig zu erkennen und die Integrität des Sports zu schützen.

Hinweise auf Verstöße melden

Die GGL ruft Verbraucherinnen und Verbraucher, Sportorganisationen, Medienvertreter und weitere Marktteilnehmer dazu auf, verdächtige Angebote und mögliche Verstöße zu melden. Über das Hinweissystem der Behörde können Hinweise zu illegalem Glücksspiel im Internet, unerlaubter Glücksspielwerbung und weiteren Verstößen gegen glücksspielrechtliche Vorgaben eingereicht werden.

Damit rückt die Behörde zur Fußball-WM vor allem den Schwarzmarkt in den Fokus. Wer Sportwetten nutzen möchte, sollte nach Darstellung der GGL vorab prüfen, ob der jeweilige Anbieter über eine gültige glücksspielrechtliche Erlaubnis verfügt.

Hier geht es zur Meldung der GGL.

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