Der Tipico Champion Fonds unterstützt 62 Sporthilfe-geförderte Athletinnen und Athleten aus mehr als 30 Sportarten mit individuellen Projekten auf dem Weg zu internationalen Erfolgen.
Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler, Schwimm-Paralympicssieger Josia Topf, Para-Biathlon-Weltmeisterin Johanna Recktenwald und Judo-Europameisterin Alina Böhm gehören zu den ersten Sportlerinnen und Sportlern, die vom neuen Tipico Champion Fonds profitieren.
Insgesamt erhalten 62 von der Deutschen Sporthilfe geförderte Athletinnen und Athleten aus mehr als 30 Sportarten eine zusätzliche Individualförderung. Der Fonds entstand im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Sporthilfe und der Tipico Champion Initiative. Die ausgewählten Projekte sollen die Spitzensportler gezielt auf ihrem Weg zu Olympischen und Paralympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften unterstützen.
Die finanzielle Unterstützung richtet sich nach dem konkreten Bedarf der jeweiligen Athletinnen und Athleten. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Regeneration, Leistungsdiagnostik und sportwissenschaftlichen Betreuung. Auch sportpsychologische Unterstützung, Mentaltraining, Materialkosten und Ernährungsmaßnahmen können über den Fonds finanziert werden.
Wie unterschiedlich die Anforderungen im Spitzensport ausfallen, zeigt das Beispiel des Eiskunstlaufs. Dort kann die Förderung auch für die Gestaltung der Wettkampfkostüme eingesetzt werden. Bei anderen Sportarten stehen neue Trainingsmöglichkeiten, medizinische Betreuung oder eine verbesserte technische Ausstattung im Mittelpunkt.
Nach Angaben der Tipico Champion Initiative soll der Fonds bestehende Programme der Sporthilfe ergänzen und dort greifen, wo bislang keine passende Fördermöglichkeit vorhanden war. Die Sporthilfe koordiniert den Einsatz der Mittel und begleitet die Athletinnen und Athleten während des gesamten Förderzeitraums.
Für die erste Förderrunde gingen knapp 100 Bewerbungen ein. Über die Auswahl entschied nach Zustimmung des jeweiligen Sportfachverbandes der Gutachterausschuss der Sporthilfe. Das ehrenamtlich tätige Gremium besteht überwiegend aus ehemaligen Weltklasse-Athletinnen und -Athleten.
Zu den Mitgliedern gehören unter anderem die Schwimm-Paralympicssiegerin Kirsten Bruhn, die Olympiasieger Olaf Heukrodt und Frank Wieneke sowie die früheren Weltmeister Steffi Nerius, Mark Warnecke und Miriam Vogt. Außerdem wirken der ehemalige Rugby-Nationalspieler Till Behnke und ein Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DSB)an den Entscheidungen mit.
„Die enorme Resonanz macht deutlich, wie wichtig ein solches Angebot für unsere Athletinnen und Athleten ist“, erklärte Karin Orgeldinger, Sporthilfe-Vorständin für die Athletenförderung. Der Fonds schließe eine entscheidende Förderlücke und ermögliche eine projektbezogene Unterstützung nach den individuellen Anforderungen des Hochleistungssports.
Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler verwies darauf, dass hinter einer olympischen Medaille weit mehr als das tägliche Training stehe. Zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Regeneration, Leistungsdiagnostik und sportwissenschaftliche Betreuung könnten im internationalen Wettbewerb einen entscheidenden Unterschied ausmachen.
Auch die zweimalige Olympiateilnehmerin Emma Weiß profitiert von der Förderung. Die Ski-Freestylerin kann dadurch gemeinsam mit ihrem Trainer neue Sprünge auf einer Wasserschanze trainieren. Als derzeit einzige deutsche Athletin, die international im Freestyle-Aerials startet, sei ihre sportliche Situation auch finanziell und organisatorisch besonders herausfordernd.
Zu den weiteren Geförderten gehören unter anderem die Kunstturnerin Helen Kevric, die Bahnradfahrerin Moritz Augestein, die Boxerin Leonie Müller, die Skibergsteigerin Tatjana Paller sowie die Eiskunstläufer Annika Hocke und Robert Kunkel.
Die Auswahl der 62 Athletinnen und Athleten markiert den Beginn des ersten einjährigen Förderzeitraums. Tipico unterstützt die Stiftung Deutsche Sporthilfe über die Champion Initiative als Nationaler Förderer.
Matthias Folkmann, Sprecher der Tipico Champion Initiative, verwies auf die jahrelange Arbeit, Disziplin und Ausdauer hinter sportlichen Spitzenleistungen. „Siege gibt es nicht zum Nulltarif“, erklärte Folkmann. Der Fonds solle dazu beitragen, erfolgreiche und aussichtsreiche Athletinnen und Athleten auf dem Weg in die internationale Weltspitze gezielt zu unterstützen.
Diese Athletinnen und Athleten werden u.a. vom „Tipico Champion Fonds” in diesem Jahr gefördert:
Moritz Augestein, Bahnrad
Daniel Blintsov und Diana Lust, Sportakrobatik
Alina Böhm, Judo
Annika Hocke und Robert Kunkel, Eiskunstlauf
Helen Kevric, Kunstturnen
Leonie Müller, Boxsport
Tatjana Paller, Skibergsteigen
Johanna Recktenwald, Para-Ski nordisch
Josia Topf, Para-Schwimmen
Emma Weiß, Ski-Aerial
Moritz Wolff, Rudern
Oliver Zeidler, Rudern
Wir drücken den Athletinnen und Athleten die Daumen, dass sich die Förderung bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles sowie bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen im Medaillenspiegel bemerkbar macht und ihnen zugleich den nötigen Freiraum verschafft, sich bestmöglich auf Training und Wettkampf vorzubereiten.
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