5. September 2026
Veröffentlicht am
Autor*in

Bremen: Glücksspielverstöße bei umfangreichen Gewerbekontrollen festgestellt

Polizei, Ordnungsamt, Zoll und weitere Behörden haben in Bremen rund 60 Personen und 18 Gewerbeobjekte kontrolliert. Dabei stellten die Einsatzkräfte unter anderem Verstöße im Zusammenhang mit Glücksspiel fest.

Bei einem behördenübergreifenden Schwerpunkteinsatz in Bremen haben Polizei und weitere Behörden am 26. August zahlreiche Gewerbebetriebe kontrolliert. Im Mittelpunkt der Maßnahmen standen die Bekämpfung von Drogenkriminalität sowie die Überprüfung von Gewerbeobjekten im Bremer Bahnhofsquartier, im Viertel, in Huchting und in der Neustadt.

Beteiligt waren neben der Polizei unter anderem das Ordnungsamt, der Zoll, das Finanzamt sowie die Gewerbe- und Glücksspielaufsicht. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 18 Bars, Kioske, Imbisse und weitere Lokale.

Glücksspielverstöße bei Kontrollen festgestellt

Bei den Kontrollen stellten die Behörden neben anderen Verstößen auch Mängel und Verstöße im Bereich Glücksspiel fest. Die Polizei nennt dabei keine genaue Zahl der betroffenen Glücksspielangebote.

Eine Bar im Steintor wurde unter anderem wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz und die Spielverordnung noch vor Ort geschlossen. In weiteren Lokalen stellten die Einsatzkräfte unter anderem Kassen- und Hygienemängel sowie Glücksspielverstöße fest.

Damit zeigt der Einsatz erneut, dass die Kontrolle von Glücksspielangeboten häufig Bestandteil größerer behördenübergreifender Gewerbekontrollen ist.

Kontrollen in mehreren Bremer Stadtteilen

Die Maßnahmen erstreckten sich auf mehrere Bereiche der Stadt. Neben dem Bahnhofsquartier und dem Steintorviertel kontrollierten die Behörden auch Betriebe in Huchting und der Neustadt.

Insgesamt wurden nach Angaben der Polizei knapp 60 Personen überprüft. Die Einsatzkräfte fertigten zahlreiche Anzeigen, insbesondere wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Cannabiskonsumgesetz. Zudem wurden unter anderem Cannabis, Kokain und Ecstasy sowie Bargeld sichergestellt.

Behörden wollen Kontrollen fortsetzen

Die Polizei Bremen kündigte an, die behördenübergreifenden Maßnahmen auch künftig gezielt fortzusetzen.

Für die Glücksspielaufsicht sind solche gemeinsamen Kontrollen insbesondere dort relevant, wo Glücksspielangebote mit weiteren gewerblichen oder ordnungsrechtlichen Verstößen zusammentreffen. Die aktuelle Maßnahme reiht sich damit in die laufenden Kontrollen gegen unerlaubte oder nicht regelkonforme Glücksspielangebote ein.

Ein weiterer Fall für den Razzia-Tracker

Der Bremer Einsatz zeigt zugleich, dass Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel nicht immer als eigenständige Glücksspiel-Razzia stattfinden. Häufig werden Glücksspiel- und Gewerbekontrollen mit weiteren Aufgaben von Polizei, Ordnungsbehörden, Zoll oder Finanzverwaltung verbunden.

Der Razzia-Tracker der GlücksWirtschaft dokumentiert solche behördlichen Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel und entsprechende Verstöße bundesweit. Nach sieben Monaten waren dort für 2026 bereits 98 Maßnahmen erfasst.

ANZEIGE

Tags

Auf Social Media teilen

Autor*in

Das könnte Sie auch interessieren

Boris Rhein: Wettbewerbsfähigkeit legaler Glücksspielanbieter soll gestärkt werden
Beim Parlamentarischen Abend der Automatenwirtschaft in Wiesbaden hat Hessens Ministerpräsident Boris Rhein für attraktivere Rahmenbedingungen für legale Glücksspielangebote geworben. Aus seiner Sicht müssen Spielerschutz und ein wettbewerbsfähiger legaler Markt miteinander verbunden werden.
Artikel lesen
Durchsuchungen in Niedersachsen und Bremen: Ermittler gehen gegen mutmaßlich illegales Glücksspiel vor
Spezialeinheiten haben in Oldenburg, Cloppenburg und Bremen mehrere Wohnungen und Gewerbeobjekte durchsucht. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Verdacht auf gewerbsmäßig und bandenmäßig betriebenes unerlaubtes Glücksspiel.
Artikel lesen
Regulierung, Standortschließungen und Schwarzmarkt: Admiral warnt vor einer Schwächung des legalen Spielhallenmarktes
Die Diskussion um die Zukunft des deutschen Glücksspielmarktes gewinnt weiter an Dynamik. Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Frage: Wie lassen sich wirksamer Spielerschutz und eine funktionierende Marktkanalisierung miteinander vereinbaren, ohne das legale Angebot so stark einzuschränken, dass Spieler auf unregulierte Alternativen ausweichen?
Artikel lesen