5. September 2026
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Der Razzia-Tracker Juli 2026: Zahlen & Fakten je Bundesland

10 Razzien im Juli, 98 Maßnahmen seit Jahresbeginn: 2026 hat nach sieben Monaten fast den gesamten Vorjahreswert erreicht. Im Osten gab es erneut keinen neuen Tracker-Fall.

Mit 10 dokumentierten Razzien und Kontrollen gegen illegales Glücksspiel gehörte der Juli gemeinsam mit dem April zu den bislang ruhigsten Monaten des Jahres 2026. An der Gesamtentwicklung ändert das allerdings wenig: Nach sieben Monaten zählt der Razzia-Tracker der GlücksWirtschaft bereits 98 Maßnahmen. Im gesamten Jahr 2025 waren es 100.

Damit fehlen 2026 nach etwas mehr als der Hälfte des Jahres nur noch zwei Fälle, um den kompletten Vorjahreswert zu erreichen. Seit Beginn des Razzia-Trackers am 1. Januar 2025 summiert sich die Statistik inzwischen auf 198 dokumentierte Maßnahmen.

98 Razzien nach sieben Monaten

Der Juli setzte den Rückgang gegenüber dem Mai mit 17 und dem Juni mit 13 Fällen zunächst fort. Trotzdem liegt der monatliche Durchschnitt 2026 mit 14 Razzien weiterhin deutlich über dem Durchschnitt des Vorjahres.

Sollte dieses Tempo bis Dezember anhalten, käme der Razzia-Tracker 2026 auf rund 168 Maßnahmen. Das wären etwa 68 Prozent mehr als die 100 dokumentierten Fälle des Jahres 2025.

Die Monatsentwicklung 2026:

  • Januar: 19 Razzien

  • Februar: 16

  • März: 13

  • April: 10

  • Mai: 17

  • Juni: 13

  • Juli: 10

Die meisten neuen Fälle kamen im Juli aus Nordrhein-Westfalen. Dort wurden 3 Maßnahmen dokumentiert. Jeweils 2 Fälle kamen aus Hessen und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg wurde jeweils eine weitere Maßnahme erfasst.

Damit entfielen 9 der 10 Juli-Fälle auf westdeutsche Flächenländer, ein weiterer auf Hamburg als Stadtstaat. Die ostdeutschen Flächenländer blieben im Juli dagegen komplett ohne neuen Eintrag.

Nordrhein-Westfalen baut damit auch seine Führung im laufenden Jahr aus. Für 2026 stehen dort inzwischen 22 dokumentierte Maßnahmen im Razzia-Tracker. Es folgen Hessen mit 14 und Schleswig-Holstein mit 12. Baden-Württemberg und Niedersachsen kommen jeweils auf 10 Fälle.

Im Osten wieder kein neuer Fall

Nachdem Sachsen-Anhalt im Juni erstmals 2026 mit einem Fall im Tracker auftauchte, blieb der Osten im Juli wieder vollständig ohne bekanntgewordne Razzia. Für die fünf ostdeutschen Flächenländer stehen im gesamten laufenden Jahr damit weiterhin nur 2 Maßnahmen zu Buche, eine in Sachsen und eine in Sachsen-Anhalt.

Demgegenüber wurden 2026 bislang 79 Fälle in westdeutschen Flächenländern und 17 in den Stadtstaaten registriert. Die regionale Schieflage bleibt damit auch nach sieben Monaten deutlich.

Brandenburg und Thüringen haben seit Beginn des Trackers am 1. Januar 2025 noch keinen einzigen dokumentierten Fall. Mecklenburg-Vorpommern steht bei einem, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen bei drei.

Bremen bleibt pro Kopf weit vorne

Über den Gesamtzeitraum seit Anfang 2025 bleibt Bremen im Verhältnis zur Einwohnerzahl das auffälligste Bundesland. Die 11 dokumentierten Fälle entsprechen rund 15,7 Razzien je eine Million Einwohner.

Dahinter folgen Hamburg mit 7,8, Schleswig-Holstein mit 5,9 und Hessen mit 5,3 Fällen je eine Million Einwohner. Nordrhein-Westfalen führt dagegen weiter bei den absoluten Zahlen: Seit Beginn des Trackers wurden dort inzwischen 48 Maßnahmen dokumentiert.

August könnte den Vorjahreswert übertreffen

Der Juli war mit zehn Fällen kein besonders starker Razzia-Monat. Für die Entwicklung des Gesamtjahres ist aber entscheidender, dass 2026 bereits nach sieben Monaten bei 98 Prozent des gesamten Vorjahreswertes angekommen ist.

Schon wenige weitere Maßnahmen würden reichen, damit 2026 die Zahl des kompletten Jahres 2025 übertrifft. Gleichzeitig bleibt die zweite Konstante des Razzia-Trackers bestehen: Während aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und anderen westdeutschen Ländern regelmäßig neue Kontrollen und Razzien gemeldet werden, bleibt der sichtbare Vollzug in den ostdeutschen Flächenländern weiterhin die Ausnahme.

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