Nur wenige Tage nach der Schließung einer Gaststätte in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei erneut Hinweise auf illegales Glücksspiel festgestellt. Wieder wurde ein hoher Geldbetrag sichergestellt.
In Frankfurt am Main hat die Polizei erneut wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel in einer Gaststätte in der Innenstadt eingegriffen. Besonders brisant: Die betroffene Gaststätte im Bereich der Zeil war nach Angaben des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main erst kurz zuvor wegen illegalen Glücksspiels geschlossen und versiegelt worden.
Laut Polizeipräsidium Frankfurt am Main beobachteten Beamte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 21. auf 22. Mai 2026, zwischen 1:00 Uhr und 3:30 Uhr ein auffälliges Kommen und Gehen verschiedener Personen an der eigentlich geschlossenen Gaststätte. Dieses Verhalten habe den Verdacht erhärtet, dass dort erneut eine illegale Glücksspielveranstaltung durchgeführt werde.
Die Einsatzkräfte entschieden sich daraufhin zu einer Kontrolle. In der Gaststätte trafen sie nach Polizeiangaben auf rund 20 Personen. Mehrere Personen hätten versucht, zu flüchten oder Beweise zu vernichten. Die Beamten konnten dies nach eigenen Angaben verhindern.
Bei der Kontrolle wurde laut Polizei erneut ein hoher Geldbetrag sichergestellt. Die Ermittler sprechen von einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Gegen den Betreiber wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen illegalen Glücksspiels eingeleitet.
Der Fall ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Gaststätte bereits wenige Tage zuvor Gegenstand einer groß angelegten Kontrollmaßnahme gewesen war. Im Rahmen des Programms „Sichere Innenstadt“ hatten Polizei Frankfurt, Hessisches Polizeipräsidium Einsatz, Bundespolizei, Zoll und Stadtpolizei am 19. Mai Kontrollmaßnahmen im Bahnhofsgebiet, in der Innenstadt sowie am Bahnhof Höchst durchgeführt. Unterstützt wurde der Einsatz zudem durch Mitarbeiter der DB-Sicherheit.
Bei dieser Großkontrolle wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main mehr als 300 Personen, knapp 70 Fahrzeuge sowie 16 Gaststätten und Kioske kontrolliert. In einer Gaststätte in der Innenstadt stellte die Stadtpolizei wegen illegalen Glücksspiels Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich sicher. Die betroffene Gaststätte wurde im Nachgang geschlossen und versiegelt. Ob der Betreiber seine Konzession behalten darf, wird laut damaliger Polizeimeldung durch das Ordnungsamt geprüft.
Dass nur kurze Zeit später erneut ein niedriger sechsstelliger Geldbetrag in derselben eigentlich geschlossenen Gaststätte sichergestellt worden sein soll, zeigt, wie hartnäckig illegale Glücksspielstrukturen auch nach behördlichen Maßnahmen fortbestehen können.
Der Fall wird in den Razzia-Tracker der GlücksWirtschaft aufgenommen. Dort dokumentiert die Redaktion bundesweite Einsätze, Kontrollen und Razzien im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel. Der Frankfurter Fall zeigt erneut, dass nicht nur klassische Durchsuchungen, sondern auch Gaststätten- und Gewerbekontrollen wichtige Hinweise auf unerlaubtes Glücksspiel liefern können.
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