Bei gemeinsamen Gewerbekontrollen in Hannover haben Stadt, Zoll und Polizei mehrere Spielautomaten beschlagnahmt.
Einsatz der Behörden in Hannover bei einer früheren Razzia gegen illegales Glücksspiel.
Bei gemeinsamen Gewerbekontrollen in Hannover haben die Landeshauptstadt, der Zoll und die Polizei mehrere Verstöße festgestellt, darunter auch Fälle mit Bezug zu illegalem Glücksspiel. Wie die Polizeidirektion Hannover über das Presseportal mitteilt, fanden die Kontrollen am Freitag, 5. Juni 2026, in mehreren Stadtteilen im Westen Hannovers statt.
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 15 Gewerbebetriebe. Ziel war die Kontrolle gewerbe-, steuer-, jugendschutz- und ordnungsrechtlicher Vorschriften. Dabei stellten die Behörden unter anderem Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, die Gewerbeordnung, das Verpackungsgesetz, das Niedersächsische Bauordnungsrecht sowie steuerrechtliche Vorschriften fest.
Nach Angaben der Polizei deckten die Einsatzkräfte entsprechende Verstöße gegen illegales Glücksspiel auf, beschlagnahmten mehrere Spielautomaten und leiteten Strafverfahren ein. In der Gesamtbilanz nennt die Polizeidirektion Hannover elf eingeleitete Strafverfahren, darunter zwei Fälle des illegalen Glücksspiels.
Besonders auffällig war laut Polizei die Kontrolle eines Gewerbebetriebes im Stadtteil Ricklingen. Dort ergaben sich Hinweise auf den unerlaubten Handel mit Kokain und Cannabis. Beschlagnahmt wurden unter anderem mutmaßliches Kokain, Cannabis, Bargeld, Mobiltelefone, Messer und eine Feinwaage. Im weiteren Verlauf kam es zu Durchsuchungen von Wohnungen und Fahrzeugen.
Der Einsatz in Hannover ist ein weiterer Fall für den Razzia-Tracker der GlücksWirtschaft. Dieser dokumentiert behördliche Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel in Deutschland und macht sichtbar, wo Kontrollen, Durchsuchungen und Beschlagnahmungen öffentlich bekannt werden.
Erst die aktuelle Mai-Auswertung der GlücksWirtschaft hatte gezeigt, dass die Zahl der dokumentierten Maßnahmen 2026 deutlich über dem Vorjahreskurs liegt. Im Mai wurden 17 Maßnahmen erfasst, seit Jahresbeginn 2026 waren es zum Zeitpunkt der Auswertung 75 dokumentierte Fälle. Seit Beginn des Beobachtungszeitraums am 1. Januar 2025 summierte sich der Tracker auf 175 Fälle. Mehr Zahlen und Einordnungen liefert der Mai‑Artikel.
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