Großrazzia in Lübeck: Über 200 Einsatzkräfte beschlagnahmen illegale Spielautomaten, Waffen und Vermögenswerte.
Mit einem groß angelegten Einsatz ist die Polizei in Lübeck und im Umland gegen organisierte Kriminalität im Umfeld des illegalen Glücksspiels vorgegangen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, durchsuchten mehr als 200 Einsatzkräfte am Freitag zahlreiche Gewerberäume und Büros. Die Maßnahme dauerte bis in den späten Abend.
Nach Angaben der Polizei wurden 45 illegale Spielautomaten, mehrere Schusswaffen sowie Betäubungsmittel sichergestellt. Darüber hinaus beschlagnahmten die Ermittler Wertgegenstände und Immobilien im sechsstelligen Bereich – ein Hinweis darauf, dass der Einsatz sich auch gegen mutmaßliche Geldwäsche-Strukturen richtete.
An der Aktion beteiligten sich neben der Landespolizei auch Kräfte der Bundespolizei, der Steuerfahndung sowie weitere Ermittlungsbehörden. Parallel dazu fanden Durchsuchungen in Hamburg, Stormarn und Ostholstein statt. In Lübeck nutzte zudem das Ordnungsamt den Großansatz, um zusätzliche Kontrollen in Gaststätten durchzuführen.
Der Einsatz reiht sich ein in eine Serie verstärkter Maßnahmen gegen den Schwarzmarkt im Glücksspielbereich. Immer wieder werden illegale Automaten, nicht genehmigte Wettangebote und Strukturen der organisierten Kriminalität aufgedeckt. Auch in anderen Bundesländern registrieren Behörden zunehmend professionelle Netzwerke, die illegale Geräte betreiben oder durch Geldwäsche profitieren.
Für die regulierte Glücksspielwirtschaft bestätigt der Fall erneut die Bedeutung konsequenter Kontrollen. Rechtmäßige Anbieter warnen seit Langem, dass illegale Strukturen nicht nur erhebliche Steuerschäden verursachen, sondern auch Gefahren für Verbraucher, Anwohner und Beschäftigte bergen.
Sie verlassen jetzt die offizielle Website der GlückWirtschaft. Für den Inhalt der folgenden Seiten ist die Sigert Verlag GmbH nicht verantwortlich.
Um fortzufahren drücken Sie 'Weiter'.