Innerhalb weniger Tage wurden mehrere Einsätze mit Glücksspielbezug bekannt. In Harsewinkel, Hamburg und Itzehoe stellten Behörden mutmaßlich illegale Automaten fest.
Harsewinkel, Hamburg, Itzehoe: Innerhalb kurzer Zeit sind drei Einsätze bekannt geworden, bei denen Glücksspiel eine Rolle spielte. Besonders konkret sind die Funde in Harsewinkel und Hamburg. Dort stellten Behörden mutmaßlich illegal betriebene Glücksspielautomaten fest. In Itzehoe berichtete der SHZ über einen Polizeieinsatz in einer Spielhalle im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Frei zugängliche Details zu möglichen Sicherstellungen, Glücksspielverstößen oder weiteren Delikten liegen aktuell nicht vor.
Die Fälle zeigen, wie unterschiedlich Einsätze mit Glücksspielbezug aussehen können. Mal geht es um kooperative Kontrollen in Betrieben, mal um einen größeren Verbundeinsatz mehrerer Behörden. Gemeinsam ist den Fällen: Glücksspiel steht nicht isoliert im Raum, sondern tritt häufig zusammen mit weiteren möglichen Verstößen auf.
In Harsewinkel führten das Hauptzollamt Bielefeld, die Steuerfahndung Bielefeld, das Ordnungsamt der Stadt Harsewinkel und Polizeibeamte der Polizeiwache Versmold am Mittwochabend kooperative Kontrollen durch. Nach Angaben der Polizei Gütersloh wurden zwei Lokalitäten aufgesucht. Die Kontrollen sind Teil des Präsenzkonzepts „Sicher im Kreis“.
Im nördlichen Stadtgebiet von Harsewinkel stellten die Kontrolleure in einem nicht als Gaststätte ausgewiesenen Betrieb illegal aufgestellte Glücksspielautomaten fest. Gegen den Betreiber wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Neben dem Glücksspielbezug geht es in Harsewinkel auch um weitere mögliche Verstöße. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts stellten bauliche Veränderungen fest, die überprüft werden müssen. Zudem werden Verstöße gegen das Gaststättengesetz und die Gewerbeordnung geprüft.
Deutlich umfangreicher fiel der Einsatz in Hamburg aus. Wie TAG24 berichtet, durchsuchten Polizei, Zoll, Bezirks- und Finanzamt am Mittwochabend mehrere Lokalitäten in Bahrenfeld und Othmarschen. Der Verbundeinsatz begann gegen 16.15 Uhr in der Luruper Hauptstraße und lief bis etwa 23 Uhr. Hintergrund war laut TAG24 der Kampf gegen illegales Glücksspiel.
In einer ersten Lokalität stellten die Beamten demnach elf illegale Glücksspielautomaten fest. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte rund 13.500 Euro Bargeld sowie Wettscheine bei drei Personen. Der Zoll traf außerdem eine Person an, deren Beschäftigungsverhältnis nun überprüft wird.
In einem Café in der Luruper Hauptstraße entdeckten die Behörden anschließend fünf weitere Automaten. Drei davon sollen illegal betrieben worden sein. Zusätzlich wurden knapp 3.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Auch beim Hamburger Einsatz wurden neben dem Glücksspielbezug weitere Delikte und Verstöße festgestellt. Das Bezirksamt stellte in dem Café Verstöße gegen Hygienevorschriften fest. Der Zoll leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung einer Person ein. Bei weiteren Kontrollen am Osdorfer Weg und am Statthalterplatz wurden erneut Hygienemängel festgestellt. Zudem wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltsstatus angetroffen, gegen eine weitere Person wird wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt. Festnahmen gab es laut TAG24 nicht.
Die GlücksWirtschaft dokumentiert Razzien, Kontrollen und Durchsuchungen mit Bezug zu illegalem Glücksspiel fortlaufend im Razzia-Tracker. Die aktuellen Fälle zeigen erneut die Bandbreite solcher Maßnahmen: In Harsewinkel geht es um Automaten in einem nicht als Gaststätte ausgewiesenen Betrieb, in Hamburg um mehrere Lokale mit illegalen Automaten, Bargeld und weiteren Verstößen, in Itzehoe um einen Polizeieinsatz in einer Spielhalle im Umfeld organisierter Kriminalität.
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