Bei Kontrollen in Krefeld stießen Polizei und Stadt auf illegales Glücksspiel. 63 Personen wurden überprüft, Geräte für mutmaßliche Wettbons sichergestellt.
In Krefeld kontrollierten Polizei und Stadt mehrere Gaststätten und Cafés in der Innenstadt. Wie das Polizeipräsidium Krefeld mitteilte, fand der Sondereinsatz am Montag, 22. Juni 2026, von 18 bis 2 Uhr statt. Beteiligt waren neben der Polizei auch der Kommunale Ordnungsdienst und das Ausländeramt.
Bei den Kontrollen in sechs verschiedenen Lokalitäten stellten die Einsatzkräfte zwei Verstöße gegen Regelungen zum illegalen Glücksspiel fest. Insgesamt wurden 63 Personen überprüft. Die Behörden leiteten 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Der Glücksspielbezug stand vor allem bei der Sicherstellung technischer Geräte im Raum. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Laptops und ein Drucker sichergestellt, die für illegale Wettbons genutzt worden sein sollen.
Damit richtete sich der Einsatz nicht nur gegen mögliche ordnungsrechtliche Verstöße in den kontrollierten Betrieben, sondern auch gegen den Verdacht, dass in den Lokalitäten illegale Wettangebote organisiert oder abgewickelt wurden.
Neben den Glücksspielverstößen wurden auch verschreibungspflichtige Medikamente sichergestellt. Drei Personen wurden wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts in Deutschland angezeigt, eine von ihnen wurde vorläufig festgenommen.
Außerdem fertigten die Beamten eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung. Die Polizei kündigte an, dass es auch künftig zu gleichgelagerten Einsätzen von Polizei und Stadt Krefeld kommen werde.
Die GlücksWirtschaft dokumentiert in ihrem Razzia-Tracker fortlaufend Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel in Deutschland. Der Krefelder Einsatz reiht sich in eine Serie von Kontrollen ein, bei denen Behörden nicht nur Spielhallen, sondern auch Gaststätten, Cafés und vergleichbare Betriebe auf unerlaubte Glücksspiel- und Wettangebote überprüfen.
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