Bei Kontrollen in Hanau stellte die Polizei einen manipulierten Geldspielautomaten sicher. Der sogenannte Schnellbucher ermöglichte hohe Einsätze ohne gesetzlich vorgeschriebene Spielpausen.
Die Polizei im Einsatz in Hessen.
Bei umfangreichen Kontrollen in Hanau stellten die Behörden in der Nacht auf Mittwoch, 29. Juli 2026, einen manipulierten Geldspielautomaten sicher. Der sogenannte Schnellbucher befand sich in einem Lokal, das im Rahmen der hessischen Innenstadtoffensive überprüft wurde.
Wie das Polizeipräsidium Südosthessen am Donnerstag mitteilte, konnten bei dem Gerät Spielpunkte oder Einsätze über einen externen Schalter beziehungsweise per Tastendruck besonders schnell aufgebucht werden. Gesetzlich vorgeschriebene Spielpausen ließen sich dadurch umgehen, sodass unmittelbar hohe Einsätze möglich waren.
Nach Angaben der Polizei verstieß das manipulierte Gerät gegen glücksspielrechtliche Vorschriften. Durch die fehlenden Pausen erhöhe sich zudem das Suchtpotenzial des Spielangebots erheblich.
Neben dem Schnellbucher registrierten die Kontrollkräfte vier Ordnungswidrigkeiten aufgrund von Auffälligkeiten an Spielautomaten und CO-Warnern. In einem weiteren Betrieb ordnete die Stadt die Anbringung eines Hinweisschildes zur vorhandenen Videoüberwachung an.
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte sieben Gaststätten und 85 Personen. In einem der Betriebe stellten die Behörden außerdem erhebliche Hygienemängel und einen schlechten Betriebszustand fest. Die zuständigen Stellen prüfen nun, ob die Gaststätte dauerhaft geschlossen wird.
Bei den Personenkontrollen trafen die Beamten auf zwei Männer, die von Behörden wegen fehlender ladungsfähiger Anschriften gesucht wurden. Ein weiterer Mann wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Darüber hinaus kontrollierten die Einsatzkräfte 32 Personen in der Hanauer Waffenverbotszone. Sie stellten unter anderem ein unerlaubt mitgeführtes Tierabwehrspray sowie den Führerschein eines Mannes sicher, gegen den bereits ein Fahrverbot verhängt worden war.
Der Einsatz gehörte zur hessischen „Innenstadtoffensive gegen Kriminalität“. Mit dem Programm will das Land die Polizeipräsenz und den Kontrolldruck in besonders belasteten Innenstadtbereichen erhöhen.
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