Razzia gegen illegales Glücksspiel in Schleswig-Holstein: Ermittler sichern 15 Spielautomaten, Beweismittel und Vermögenswerte von mehr als 600.000 Euro.
Die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels bleibt in Schleswig-Holstein ein Schwerpunkt der Ermittlungsbehörden. Am 21. Mai 2026 haben Polizei, Steuerfahndung und Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam Durchsuchungsbeschlüsse gegen zahlreiche Gaststätten und mehrere Wohnungen vollstreckt - unter anderem in Glückstadt und Wilster. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts der unerlaubten Veranstaltung von Glücksspielen durch das Aufstellen von Spielautomaten.
Nach Angaben der Polizeidirektion Itzehoe standen die Maßnahmen unter Federführung der Koordinierungs- und Ermittlungseinheit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein. Beteiligt waren demnach über 60 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, Steuerfahnderinnen und Steuerfahnder des Landes Schleswig-Holstein sowie zahlreiche Kräfte der Ordnungsämter der Städte Glückstadt und Wilster.
Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte nach Behördenangaben unter anderem 15 Spielautomaten sicher. Außerdem wurden Beweismittel in Form von Unterlagen und elektronischen Speichermedien beschlagnahmt. Diese müssen nun ausgewertet werden.
Auch die Vermögensabschöpfung spielte bei dem Einsatz eine Rolle. Die Behörden sicherten nach eigenen Angaben mutmaßlich inkriminierte Vermögenswerte in Höhe von über 600.000 Euro vorläufig. Dazu zählen Bargeld, Schmuck und Immobilien.
Weitere Details nannten die Ermittlungsbehörden zunächst nicht. Zur Begründung verwiesen sie auf die laufenden Ermittlungen. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
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