In Rheinfelden (Südbaden) nahmen Stadt, Polizei und Suchthilfe 20 Betriebe mit Geldspielautomaten in den Blick, in Hilden ((Kreis Mettmann) stoppte die Polizei eine illegale Glücksspielrunde und stellte Bargeld sicher.
In zwei Fällen haben Behörden in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen rund um Glücksspiel eingegriffen, einmal als kommunale Kontrollaktion mit Präventionsfokus, einmal als polizeilicher Zugriff wegen illegalen Spiels.
Wie die Stadverwaltung mitteilte, ist Rheinfelden Anfang Februar gemeinsam mit der Villa Schöpflin aus Lörrach, der Polizei, der Suchtberatung Lörrach und dem Amt für öffentliche Ordnung gegen Glücksspielsucht vorgegangen. Im Mittelpunkt stand laut Stadtverwaltung, Betreiber von Geldspielautomaten zu sensibilisieren, Risiken früher zu erkennen und Betroffene besser zu unterstützen.
Die Aktion umfasste 20 Betriebe mit Geldspielautomaten, darunter Gaststätten, Spielhallen, Shishabars und Imbissbetriebe. Neben Beratungsgesprächen wurden Informationsmaterialien und Hinweise auf Hilfsangebote verteilt. Gleichzeitig blieb es nicht bei Prävention: Die Behörden stellten laut Bericht acht Verstöße fest, unter anderem gegen die Spielverordnung, das Gaststättengesetz, den Nichtraucherschutz, den Jugendschutz sowie ordnungsrechtliche Vorgaben. Der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, Dominic Rago, kündigte laut Mitteilung an, man werde die Verstöße konsequent verfolgen und Bußgelder verhängen.
In Hilden hat die Polizei eine illegale Glücksspielrunde in den Räumen eines Kulturvereins aufgedeckt. Laut einer dpa-Meldung, waren Einsatzkräfte am frühen Samstagmorgen wegen eines anonymen Hinweises auf eine angebliche Messerstecherei zu der Adresse gerufen worden, vor Ort fanden sie dafür jedoch keine Anzeichen. Stattdessen stießen die Beamten auf eine „Zockerhöhle“ mit mehr als 20 Anwesenden im Alter von 26 bis 61 Jahren.
Einige Personen versuchten demnach bei Eintreffen der Polizei zu fliehen, wurden aber gestoppt. Die Polizei nahm die Personalien aller Beteiligten auf, leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an illegalem Glücksspiel ein und stellte rund 30.000 Euro Bargeld sicher.
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