In Görlitz (Sachsen) haben Ermittler und Kontrollbehörden mehrere Objekte eines Unternehmers erneut durchsucht. Spielautomaten wurden beschlagnahmt. Die erste bekannte Glücksspiel-Razzia in den ostdeutschen Bundesländern in 2026.
Wie der MDR berichtet, hat die Kriminalpolizei am Mittwoch, 18. Februar 2026, in Görlitz fünf Objekte durchsucht. Ziel der Maßnahme sei die Sicherstellung von Spielautomaten gewesen, so ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz.
Den Betreibern werde vorgeworfen, gegen Vorschriften im Bereich des Wirtschafts- und Finanzwesens verstoßen zu haben. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht, die Ermittlungen dauern an.
Rückblick: Bereits am 11. Juni 2025 hatte die Polizeidirektion Görlitz eine behördenübergreifende Großmaßnahme in der Stadt gemeldet. Laut der damaligen Medieninformation wurden elf Privat- und Geschäftsräume durchsucht, darunter fünf Spielhallen, Standorte wurden in Amtshilfe geschlossen und es ging um den Verdacht von Insolvenzverschleppung, Bankrott, illegalem Glücksspiel sowie Abgabenhinterziehung.
In 2026 konnten wir im Razzia-Tracker somit die erste Razzia gegen illegales Glücksspiel in den ostdeutschen Flächenländern verzeichnen. In 2025 waren es lediglich zwei bekannte Razzien, gegenüber 97 in den anderen Bundesländern.
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