Mehr als 100 Einsatzkräfte greifen durch, darunter auch die französischen Behörden. Innenminister Reinhold Jost mit klarem Statement.
In den späten Abendstunden des 10. Juli 2025 führte das Landeskriminalamt Saarland unter Koordination der Staatsanwaltschaft Saarbrücken einen umfangreichen Einsatz gegen illegales Glücksspiel durch. Schwerpunkt der Maßnahme war der Kriminalitäts-Hotspot Bremerhof in Großrosseln-Nassweiler, direkt an der deutsch-französischen Grenze.
Durchsucht wurden mehrere Spielhallen, Gaststätten sowie Geschäfts- und Privaträume. Hintergrund sind laufende Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Veranstaltung unerlaubten Glücksspiels. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen in den betreffenden Objekten nicht genehmigte Geldgewinnspielgeräte betrieben worden sein.
Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Behörden zahlreiche Beweismittel sicher. Es wurden zudem Verstöße gegen gewerberechtliche Vorschriften sowie illegales Glücksspiel festgestellt.
Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte beteiligt – darunter Spezialeinheiten der Landespolizei sowie Beamte der französischen Gendarmerie Forbach, die im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit unterstützten.
Innenminister Reinhold Jost erklärte im Nachgang des Einsatzes:
„Mit dem gestrigen Großeinsatz am Bremerhof haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt: Der Rechtsstaat schaut nicht weg. Illegales Glücksspiel und Steuervergehen gehen häufig Hand in Hand mit weiteren Straftaten. Wer glaubt, er könne sich im Saarland rechtsfreie Räume schaffen, irrt gewaltig. Mein Dank gilt allen eingesetzten Kräften aus dem Saarland, wie auch von der Gendarmerie für ihren professionellen Einsatz. Die Maßnahmen an diesem Brennpunkt waren kein Einzelereignis, sondern Teil einer langfristig angelegten Strategie.“
Weitere Informationen, etwa zur Anzahl beschlagnahmter Spielgeräte oder zur Identität der Beschuldigten, können laut Mitteilung derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht werden. Die Ermittlungen dauern an.
Gerade in Orten wie Nassweiler, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich gelegen, häufen sich in der Vergangenheit Hinweise auf Schwarzmarktangebote. Der grenzüberschreitende Charakter erschwert nicht nur die Kontrollen, sondern zieht auch Betreiber an, die sich der nationalen Regulierung gezielt entziehen wollen. Die Teilnahme französischer Gendarmen verdeutlicht den Ernst der Lage und den Bedarf an international abgestimmtem Vorgehen.
Die beteiligten Behörden kündigten an, auch künftig konsequent gegen illegales Glücksspiel sowie begleitende Straftaten vorzugehen.
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