5. September 2026
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SZ-Reportage: Mit der Glücksspiel-Fahndung durch Münchens Hinterzimmer

In einer großen Reportage begleitet die Süddeutsche Zeitung die Münchner Glücksspiel-Fahnder, von Automaten im Hinterzimmer bis zur nächtlichen Pokerrunde.

SZ-Reportage: Mit der Glücksspiel-Fahndung durch Münchens Hinterzimmer

Die Süddeutsche Zeitung zeichnet in einer ausführlichen Reportage ein selten so kompaktes Bild davon, wie die Münchner Polizei gegen illegales Glücksspiel vorgeht. Unter der Überschrift „Digitale Banditen“ begleitet die SZ die Ermittler des Kriminalkommissariats 33 an einem Kontrollabend durch Sportbars, Kneipen und Hinterzimmer und zeigt, wie vielschichtig der Kampf gegen illegale Automaten und Pokerrunden ist.

Im Mittelpunkt der Reportage steht nicht eine einzelne spektakuläre Razzia, sondern die Arbeitsweise des K33. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt, wie die Beamtinnen und Beamten gemeinsam mit Gewerbepolizei, Einsatzhundertschaft, Steuerfahndung, dem Kreisverwaltungsreferat und der Regierung von Oberbayern durch die Stadt ziehen, Hinweise prüfen und Schritt für Schritt auffällige Geräte und Angebote überprüfen.

An konkreten Beispielen zeigt die SZ, wie in scheinbar unauffälligen Lokalen illegale Strukturen verborgen sind. In einer Sportbar im Münchner Osten stößt die Polizei auf zu viele Automaten und eine unzulässige Videoüberwachung des Hinterzimmers. In einer italienischen Gaststätte in Haidhausen entdecken die Ermittler Geräte mit Beschriftungen wie „Max Risk Bet“ oder „Take Win“ und Hinweisen wie „Keine Auszahlung“ an eigentlich unbedenklich wirkenden Fun-Gamern. Die Süddeutsche Zeitung ordnet dies als typische Merkmale von Geräten ein, mit denen faktisch klassische Walzenspiele ohne Limits und ohne Spielerschutz möglich sind.

Die Reportage macht deutlich, dass das K33 nicht nur einzelne Geräte abräumt, sondern Strukturen in den Blick nimmt. Gerade bei Fun-Gamern, so schildert es die Süddeutsche Zeitung, vermuten die Ermittler Hintermänner, die systematisch am Spielverhalten der Gäste mitverdienen. Fälle werden an Ordnungsbehörden, Steuerfahndung und Aufsichtsstellen weitergegeben, um den Druck auf Betreiber und Netzwerke zu erhöhen.

Auch illegale Pokerrunden sind Teil des Bildes. Die SZ beschreibt, wie die Polizei sowohl legale, angemeldete Runden kontrolliert als auch zufällig auf eine größere illegale Pokerrunde stößt, bei der Bargeld, Chips, Karten, ein Wett-Terminal und sogar eine Waffe sichergestellt werden. Damit unterstreicht die Reportage, dass illegales Glücksspiel nicht nur ein Ordnungsproblem ist, sondern regelmäßig mit erheblichen Bargeldsummen und weiteren Delikten einhergeht.

An mehreren Stellen verweist die Süddeutsche Zeitung auf die Perspektive der Ermittler, insbesondere von Kriminalhauptkommissar Guido Rissmann und setzt sich, wie auch schon zuletzt die tz-online, ausführlich mit ihm auseinander. Er benennt klar die Folgen von Spielsucht, von Verschuldung und Beschaffungskriminalität bis zu zerbrechenden sozialen Beziehungen. Diese Einschätzung deckt sich mit Aussagen von Rissmann im Artikel der tz-online, in dem er die Verbindung von Spielsucht, illegalen Angeboten und organisierter Kriminalität erläutert.

Die SZ-Reportage zeigt damit anschaulich, was in Statistiken oft abstrakt bleibt: Illegales Glücksspiel in München spielt sich in Hinterzimmern, Kellern und Nebenräumen ab, ist eng mit anderen Problemlagen verknüpft und kann nur durch kontinuierliche Kontrollen, behördenübergreifende Zusammenarbeit und konsequente Auswertung von Hinweisen eingedämmt werden. Die Süddeutsche Zeitung macht mit ihrem Einblick in die Arbeit des K33 sichtbar, welche praktische Bedeutung Kontrolldruck und spezialisierte Einheiten im Kampf gegen den illegalen Markt haben.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung der Polizei.

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