Eine Kontrolle wegen mutmaßlich illegaler Gewerbeausübung führte auf einer Wachtelfarm in Wien-Penzing zu einem eher unerwarteten Fund: fünf betriebsbereite Glücksspielautomaten.
„Skurril“ ist hier keine Floskel, sondern fast schon eine Zustandsbeschreibung. Wie das österreichische Finanzministerium berichtet, kontrollierten Polizei und das Büro für Sofortmaßnahmen Ende Januar eine Wachtelfarm ohne Gewerbeberechtigung in einem Mehrparteienhaus im 14. Wiener Gemeindebezirk. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte jedoch nicht nur Federvieh, sondern auch fünf betriebsbereite Glücksspielautomaten und verständigten die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung.
Besonders pikant: Die Automaten sollen per Videokamera überwacht worden sein. Laut Aussagen anwesender Spieler dürfte die Auszahlung der Gewinne durch einen beobachtenden „Hintermann“ erfolgt sein, also nicht automatisch am Gerät. Die Finanzpolizei nahm Aussagen auf, überprüfte die Geräte und beschlagnahmte die Automaten. Die Ermittlungen gegen die Betreiber laufen.
Finanzminister Markus Marterbauer und Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl betonen laut Mitteilung, illegales Glücksspiel finde „fernab jeglichen Spielerschutzes“ statt und könne Existenzen zerstören, jeder sichergestellte Automat sei daher ein wichtiger Schritt.
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