Der Blick über die Grenzen zeigt: In Sachen Glücksspielregulierung ist von freiwilliger Selbstkontrolle bis zum Komplettverbot alles dabei.
Im Geltungsbereich des internationalen Seerechts sind Glücksspiele uneingeschränkt legal. Doch dies ist kein Freifahrtschein: Es gibt eine Art freiwilliger Selbstbeschränkung bei den Reedereien. Die meisten Kreuzfahrtschiffe mit Casinos verfügen über Lizenzen des Landes, unter dessen Flagge sie fahren – die Favoriten sind Malta, Gibraltar oder Curacao. Sobald das Schiff anlegt, gelten die Gesetze des Landes, in dem der Hafen liegt.
In China sind alle Formen des Glücksspiels außer Sportwetten illegal. Mit einer Ausnahme: in der Sonderverwaltungszone Macau. Hier machen die Casinos siebenmal so viel Umsatz wie die in Las Vegas.
Den Einwohnerinnen und Einwohnern des kleinen Fürstentums an der französischen Riviera ist der Besuch ihrer Casinos verboten – es sei denn, sie arbeiten dort. Spielen darf hier nur das ausländische Publikum.
Das Glücksspiel ist in den Vereinigten Staaten streng reguliert und in weiten Teilen verboten. Andererseits gibt es neben Las Vegas viele Orte im Land, an denen Casinos betrieben werden dürfen – etwa in den Reservaten der Ureinwohner. Mit dem „Indian Gaming Regulatory Act“, dem Glücksspielregulierungsgesetz von 1988, erlaubten die USA den Stämmen, in ihren Reservaten Casinos zu betreiben. Die Gewinne müssen nicht versteuert werden und sollen Programme und Projekte finanzieren, die das Wohlergehen des Stammes und dessen Wirtschaft verbessern.
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