Die Diskussion um den Videoschiedsrichter bleibt emotional. Tipico zeigt nun mit einer neuen Befragung, dass die Akzeptanz unter deutschen Fußballfans größer ist als oft angenommen, und macht zugleich sichtbar, wie das eigene Sportdatencenter mit Fanmeinungen und Leistungsdaten arbeitet.
Die Debatte um den Video Assistant Referee, kurz VAR, wird im Fußball seit Jahren mit großer Intensität geführt. Kritisiert werden vor allem lange Unterbrechungen, die Eingriffe in den Spielfluss und der Eindruck, dass dem Spiel ein Teil seiner Unmittelbarkeit genommen wird. Eine neue Erhebung von Tipico zeichnet für Deutschland nun ein etwas anderes Bild, als es die oft zugespitzte öffentliche Diskussion vermuten lässt. Nach Unternehmensangaben sehen 69,6 % der fußballinteressierten Befragten einen positiven Einfluss des VAR auf das Spiel, 69,2 % halten die Entscheidungen grundsätzlich für nachvollziehbar.
Ganz frei von Kritik bleibt der Videoschiedsrichter allerdings auch in dieser Erhebung nicht. Zwar bewerten laut Tipico 75,3 % der Befragten die Leistung der Schiedsrichter als fair oder sehr fair, zugleich wird aber deutlich, dass viele Fans beim Einsatz des VAR Grenzen sehen. Nur 20,9 % halten ihn ohne Einschränkung für unverzichtbar, weitere 47,5 % stehen dem System offen gegenüber, fordern jedoch Verbesserungen.
Vor allem das Spielerlebnis bleibt ein sensibler Punkt. Laut der Pressemitteilung kritisieren 73,1 % der VAR-Gegner insbesondere den unterbrochenen Spielfluss. Das passt zu einem Befund, den Tipico ebenfalls hervorhebt: Fußball wird von den Fans in hohem Maße als emotionales Produkt wahrgenommen. Für 83,9 % gilt das demnach für die Bundesliga, für 70,6 % für die 2. Bundesliga.
Interessant ist der Vorgang auch deshalb, weil er Einblick in die Arbeitsweise des Tipico Sportdatencenters gibt. Dieses erhebt nach Unternehmensangaben monatlich gemeinsam mit der Sportbusiness- und Research-Beratung ONE8Y die Stimmungslage von Fußballfans in Deutschland und verbindet diese Ergebnisse mit aktuellen sowie historischen Leistungsdaten.
Laut Tipico analysiert das Sportdatencenter fortlaufend zehntausende Datenpunkte zu Sportwettbewerben, Mannschaften und Spielern. Auf dieser Grundlage berechnen die Datenexperten unter anderem Wahrscheinlichkeiten für Endergebnisse, Tore, Zeitpunkte von Treffern oder mögliche Torschützen. Ergänzt wird dieser datenbasierte Blick durch die Einschätzung der Fans. Aus beiden Ebenen entsteht nach Darstellung des Unternehmens ein vertieftes Bild bevorstehender Sportereignisse.
Damit wird sichtbar, dass sich Tipico nicht allein auf klassische Wettparameter stützt, sondern Fanwahrnehmung und Spielanalyse enger zusammendenkt. Das Sportdatencenter fungiert damit nicht nur als Analyseeinheit, sondern auch als ein Instrument der Positionierung. In einem Markt, in dem Technologie, Geschwindigkeit und Datenkompetenz eine immer größere Rolle spielen, unterstreicht der Anbieter auf diese Weise seinen Anspruch, Sportereignisse nicht nur quotenseitig, sondern auch analytisch zu erschließen.
Die Untersuchung wurde laut Tipico vom 24. bis 26. März 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1.376 Personen aus Deutschland, die zuvor angegeben hatten, sich für Fußball zu interessieren. Die Erhebung sei bevölkerungsrepräsentativ angelegt worden.
Die Ergebnisse legen nahe, dass der VAR in Deutschland auf eine breitere Akzeptanz stößt, als es die Lautstärke der Debatte oft nahelegt. Gleichzeitig zeigen sie, wie stark Fragen der Fairness, der Spielkontrolle und der Fanwahrnehmung inzwischen datenbasiert begleitet werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt auch das Tipico Sportdatencenter an, das sportliche Leistungsdaten und Stimmungsbilder zusammenführt.
Hier geht es zur Pressemitteilung von Tipico.
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